Der Begriff ‘Stadt-Design.NL’ beschreibt die niederländische Art des Entwerfens. Es ist ein Prinzip des interdisziplinären und integralen Arbeitens, das auch an den Universitäten und Hochschulen gelehrt wird und bis in Forschung und Politik hineinreicht. Es ermöglicht in der Praxis die Entwicklung der ‘Gesamt-Stadt’, die kulturelle, soziale und wirtschaftliche Aspekte miteinander verbindet.

Stationseiland Amsterdam

Stadt-Infra organisiert den Verkehr in den dicht bebauten Gebieten. Das Hauptbahnhofsgebiet in Amsterdam wird momentan nach einem Entwurf von Benthem & Crouwel Architecten transformiert in ein hocheffizienten und angenehmen Verkehrsknotenpunkt öffentlicher Verkehrsmittel. Der Bahnhofsplatz wird exklusive für Fußgänger und Straßenbahn in nachhaltigen Granit eingerichtet. Fahrradfahrer haben über die West-Ost route direkt Zugang zu Parkplätzen. Autofahrer werden durch einen neuen Tunnel geleitet am IJ-Wassergebiet vorbei geleitet. Auch für der Busverkehr ist ein neuer Busbahnhof eingeplant. Auf diese Weise wird es möglich den Verkehrsdruck in der direkten Umgebung des Hauptbahnhofs zu entlasten. Um den Inselcharakter zu stimulieren, wird den Boten in direkter Umgebung der Zugang zu dem Gebiet besser ermöglicht, die Hafenfront wird vergrößert. Hierdurch entsteht ein Zugang der der Stadt Amsterdam gerecht ist.


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De Zwaan – Rotabs Rotterdam

Stadt-Umbau ist in der Niederlande ein aktuelles Thema und betrifft Aspekte wie Umwidmung und Nachverdichtung. In Rotterdam hat der umfangreiche Städtische Reinigungsdienst seinen Sitz in einem Wohngebiet aufgegeben. Hierdurch entstand ein großes Gelände mit kulturellem Potenzial. Marx & Steketee Architekten entwickelten ein neues Programm mit Wohnungen, Büro- und Geschäftsräumen und ein Kulturzentrum mit Ateliers und Bühne.


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Vestedatoren Eindhoven

Das Stadt-Symbol funktioniert als Identitätsträger des urbanen Gebietes. Der Vesteda-Turm mit seiner besonders schmalen Silhouette (ca. 14 m) und einer Höhe von 90 m, hat diese Funktion in der Innenstadt von Eindhoven. Das Gebäude bietet Raum für Büroräumen auf den unteren vier Etagen. Darüber sind 24 Etagen realisiert mit je zwei Luxuswohnungen von 130 m2. Auf dem Dach befinden sich zwei Penthouses.
Die tragende Außenwand ermöglicht viele verschiedene Wohnungsgrundrisse, aus denen die Mieter wählen können. Die Glasfassade, die von der Decke bis zum Boden reicht und fast die ganze Wohnung umschließt, bietet maximale Transparenz. So entsteht ein Panorama auf die Innenstadt und das umliegende Gebiet.

Das Stadt-Prinzip beschreibt die Planung der Stadt auf höchster Ebene. Im Zuge der städtebaulichen Erweiterung der Stadt Almere plant die Stadtverwaltung den Bau von 60.000 neuen Wohnungen und die Schaffung von 100.000 neuen Arbeitsplätzen. Dadurch wird Almere die fünftgrößte Stadt der Niederlande, und stellt eine Entlastung und qualitativ gleichwertige Alternative zum urbanisierten Westen des Landes dar. MVRDV wurde beauftragt gemeinsam mit der Stadt eine Studie zur Stadterweiterung auszuarbeiten.


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Stadterweiterung 2030 Almere

Das Stadt-Prinzip beschreibt die Planung der Stadt auf höchster Ebene. Im Zuge der städtebaulichen Erweiterung der Stadt Almere plant die Stadtverwaltung den Bau von 60.000 neuen Wohnungen und die Schaffung von 100.000 neuen Arbeitsplätzen. Dadurch wird Almere die fünft größte Stadt der Niederlande, und stellt eine Entlastung und qualitativ gleichwertige Alternative zum urbanisierten Westen des Landes dar. MVRDV wurde beauftragt gemeinsam mit der Stadt eine Studie zur Stadterweiterung auszuarbeiten.


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Prototype V23K16 Leiden

Die Stadt-Wohnung ist der kleinste Baustein im ‘Stadt-Design’. War bis vor kurzem in den Städten Hollands private Bauherrenschaft eher unüblich, so ist die holländische Regierung seit kurzem bemüht, diese Tendenz zu ändern. Das Ministerium für Bau, Raumplanung und Umwelt erließ 2002 eine Nota, die besagt, dass ab dem Jahr 2005 30% der Neubauwohnungen der Niederlande unter privater Bauherrenschaft entstehen sollen. Neben bekannteren Beispielen für hoch städtische Privathäuser, wie `Borneo Sporenburg’ oder `IJburg’ in Amsterdam nimmt nun auch das ehemalige Schlachthausgebiet im Zentrum der niederländischen Universitätsstadt Leiden eine Vorreiterrolle in dieser Entwicklung ein.


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Bijlmerpark Amsterdam

Die Stadt-Planung übersetzt Ambitionen und Beschlüsse in einen Entwurf. Mecanoo hat für den Stadtteil Amsterdam Zuidoost ein Plan entwickelt, der einen Qualitätsimpuls geben soll an die Hochbausiedlung Bijlmer. Der Bijlmerpark ist ein neuer Stadtpark mit siebenhundert Wohnungen und sechs Hektaren Sport-Fazilitäten. Der Plan ist baut auf drei Prinzipien: Eine landschaftliche Einpassung der Wohnungen, deutliche Abgrenzungen und Zugänge des Parks und eine Intensivierung der programmatischen Aktivitäten. Die Wohnungen begrenzen den Park in der Form einer wellenförmigen Häuserreihe. Der bestehende Park wird 60cm erhöht und bekommt acht große Zugänge. Die Pfade im Park bewegen sich elegant durch die leicht hügelige Landschaft nach dem Vorbild von Central Park New York und verbinden den nördlichen Teil (‚Kultur‘) mit dem südlichen Teil (‚Natur‘). Die Sportplätze liegen zentral im Park und sind zur akustischen Abgrenzung von Bäumen umgeben. Andere Sport-Fazilitäten und Attraktionen sind im weiteren Verlauf des Parks aufgenommen.


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A2 Groene Loper Maastricht

Der Stadt-Raum verbindet Grün-, Wohn-, Arbeits- und Verkehrsbereiche. In der Niederlande wird die Autobahn A2, die die Stadt Maastricht in zwei Hälften teilt, momentan unter die Erde gebracht. Der Tunnel über zwei Etagen schafft eine große Chance für die Stadt, die nun städtebaulich zusammenwachsen kann.

West8 plante eine neue Park-Allee über den Tunnel, mit daran Wohnungen, die die beiden Stadtteile mit einander in Zusammenhang bringen. Wie ein grüner Teppich verbindet die Allee die verschieden Parks mit dem Naturgebiet ausserhalb der Stadt.


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Het Blauwe Huis Amsterdam

Stadt-Programm generiert Vitalität und Leben in der entworfenen Stadt. Amsterdam-IJburg ist eine neu erbaute künstliche Insel am Rande der Stadt Amsterdam. Hier ist ein komplett neuer Stadtteil gebaut worden. Ein Gebiet mit 18.000 Neubauwohnungen – ohne Geschichten, Geschichte, Mittelpunkt oder Urbanität. Diese Qualitäten müssen gedeihen und können nicht auf dem Zeichentisch oder von einem Bauunternehmen erdacht werden.
Jeanne van Heeswijk entwickelte ein Kunstprojekt für diesen Ort. Eine ganz in Blau gestrichene Villa in Wohnblock 35 bietet Platz für das Ungeplante. Es wurden insgesamt 55 internationale Künstler, Schriftsteller, Architekten, Wissenschaftler und Medienmacher eingeladen um 4,5 Jahre lang Mitbewohner von IJburg zu werden. Sie haben alle abwechselnd in der Villa gewohnt und ihren Beitrag an der Entwicklung des Stadtteils geliefert.


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Nicolaas Beetsplein Dordrecht

Das Stadt-Möbel kann einen wichtigen Impuls liefern an die Belebung des öffentlichen Raumes.In Dordrecht ist in einer Arbeitersiedlung aus 1932 ein öffentlicher (Spiel-) Platz geschaffen worden durch den Abriss eines Baublocks. NL architects introduzierten hier ein orangefarbiges Möbel , dass die Kombination vieler verschiedener Aktivitäten ermöglicht, ohne dass diese einen störenden Einfluss auf einander haben. Um das Objekt ist eine Rasenfläche realisiert, die mittels verschiedener Höhenunterschieden wahrnehmbar wird. Hierdurch entsteht eine dreidimensionale grüne Skulptur. Der zentrale Spielplatz hat überlappende Spielfelder für Fußball, Basketball und Volleyball. Im Winter kann mit Hilfe der Feuerwehr eine Schlittschuhlauf-Fläche inszeniert werden. Um Platz zu sparen, sind die Laternenpfähle mit den Basketballringen kombiniert.


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Draaiend Huis Tilburg

Stadt-Kunst ist ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Raumes in der Niederlande. Architekt John Körmeling baute ein mit dem Verkehr drehendes Haus an einem typisch-niederländischen Kreisverkehr in der Stadt Tilburg.


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Mandelapark Almere

Die Realisierung einer Stadt-Landschaft eliminiert den Restraum in Städten. Der Mandelapark nach dem Entwurf von Karres & Brands Landschaftsarchitekten ist eine grüne Oase in einer hochurbanen Umgebung in Almere. Die wenig hügelige Landschaft mit Wasser und unterschiedlicher Bepflanzung verändert sich nach den Jahreszeiten. Der Park markiert einen sichtbaren Übergang zwischen Stadtzentrum und Wohnsiedlung, die gewählte Materialen unterstreichen diese Verflechtung.


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Gruno Viertel Groningen

Der Stadt-Block ist Teil der Niederländischen Tradition. Die besondere städtebauliche Qualität des Groninger Grunoviertels basiert auf einer vielfältigen und sorgfältig entworfenen Wechselbeziehung von Architektur und Freiraum im Sinne eines Gesamtkunstwerks, was sich auch in der sozialen Vitalität des lebendigen Stadtteils spiegelt. Die Bewohner schätzen die kleinmaßstäbliche Architektur des Viertels und das Gefühl des intensiven nachbarschaftlichen Zusammenlebens. Doch der zunehmende Verfall der Bausubstanz veranlasste die Stadt Groningen und die Wohnungsbaugesellschaft Nijestee, die Planung zur Zukunft des Wohnviertels zu beginnen. In einem offenen und -insbesondere den Bewohnern gegenüber- jederzeit transparenten Entwurfsprozess wurden auf der Grundlage von vier städtebaulichen Archetypen verschiedene Kombinationsmodelle entwickelt. Dieser Prozess resultierte in einem städtebaulichen Plan, der durch die Bewohner bis zum Ende getragen wurde, obwohl er den weitgehenden Abriss ihrer Wohnungen vorsah. Neben dem städtebaulichen Plan wurde ein Bildqualitätsplan entwickelt, um im Sinne des ursprünglichen Grunoviertels ein neues Gesamtkunstwerk zu schaffen.


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